Witwenrente

WitwenrenteEine Ehefrau kann Witwenrente beantragen, wenn ihr Ehemann verstirbt. Dabei unterscheidet man zwischen einer kleinen und einer großen Witwenrente.

Die große Witwenrente kommt zum Tragen, wenn der verstorbene Ehemann die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt hat, und die Witwe über 45 Jahre alt ist oder ein minderjähriges, waisenrentenberechtigtes Kind zu erziehen hat. Alternativ muss die hinterbliebene Ehefrau erwerbsgemindert sein, um Anspruch auf die große Witwenrente zu haben.

Wird keine dieser Voraussetzungen erfüllt, so kann die kleine Witwenrente beantragt werden. Diese gilt für einen Zeitraum von zwei Jahren und wird ausbezahlt, sofern der Verstorbene die allgemeine Wartezeit erfüllt hat.

In den ersten drei Monaten ist die Höhe der Witwenrente bei beiden Varianten gleich – nämlich jeweils eine Versichertenrente pro Monat. Danach beträgt die kleine Witwenrente 25 % der Versichertenrente, die große Witwenrente dagegen 50 % der Versichertenrente. Einkünfte der Hinterbliebenen werden allerdings in beiden Fällen auf die Rente angerechnet – für die Kindererziehung kann unterdessen jedoch ein Zuschlag zur Rente beantragt werden.

Die Ehe muss zum Zeitpunkt des Todes des Ehepartners zumindest ein Jahr bestanden haben. Ansonsten müssen die Ansprüche individuell geprüft werden. Wurde ein Rentensplitting beschlossen, so besteht generell kein Anspruch auf eine Witwenrente.

Heiratet die Witwe wieder, so endet der Anspruch auf Witwenrente ab dem Monat der Eheschließung mit einer Abfindung.

Verstirbt die Ehefrau, so gibt es für den hinterbliebenen Ehemann eine Witwerrente, die der Witwenrente gesetzlich gleichgestellt ist. Um die Rente zu erhalten, muss in jedem Falle ein entsprechender Antrag gestellt werden.

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